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So gelingt Ihnen Achtsamkeit im Badezimmer!

Titelbild_Ratgeber_Achtsamkeit

Inhaltsverzeichnis

Auf Achtsamkeit im Badezimmer achten? Klingt erst mal einfach, ist aber gar nicht so leicht. Denn viele Menschen neigen dazu, sich immer wieder ablenken zu lassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie trotzdem achtsam bleiben können!

Achtsamkeit – was ist das eigentlich? 

Achtsamkeit ist die Fähigkeit, im Moment zu leben und sich auf die eigenen Empfindungen und Gedanken zu konzentrieren. Viele Menschen leben jedoch nicht bewusst und achtsam, sondern ziehen sich ständig in ihre eigenen Gedankenwelten zurück. Dies kann dazu führen, dass man die schönen Dinge im Leben nicht mehr wahrnimmt und sich ständig gestresst fühlt. Achtsamkeit kann jedoch gelernt werden und hilft dabei, besser mit Stress umzugehen und das eigene Wohlbefinden zu steigern.

Eine Möglichkeit, achtsamer zu werden, ist das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers. Dies kann zum Beispiel beim Duschen oder Baden geschehen. Indem man seinen Körper bewusst wahrnimmt und berührt, kann man lernen, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und sich selbst besser kennenzulernen. Auch das bewusste Einatmen und Ausatmen kann helfen, den Fokus auf den Moment zu lenken und die Gedanken ruhiger werden zu lassen.

Wenn Sie sich also häufig gestresst fühlen oder finden, dass Sie zu wenig darauf achten, was um Sie herum passiert, könnte Achtsamkeit etwas für Sie sein. Es ist jedoch wichtig, nicht gleich mit voller Wucht in die Praxis einzusteigen, sondern langsam anzufangen und sich Zeit zu nehmen. Achtsamkeit ist keine Kunst, die man perfekt beherrschen muss – es geht vielmehr darum, im Moment zu leben und sich selbst besser kennenzulernen. Also entspannen Sie sich und widmen Sie sich dem Jetzt!

Achtsamkeit – die Sinne bewusst einsetzen

Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit und die Sinne ganz auf den gegenwärtigen Moment zu richten, sich selbst zu spüren und die Eindrücke des Augenblicks bewusst wahrzunehmen. Was spüre ich? Was rieche ich? Was schmecke ich? Woran denke ich? Wichtig ist dabei, die Empfindungen und Sinneseindrücke nicht zu werten. Auch negative Gefühle wie Ärger, Angst und Schmerzen sollten akzeptiert werden. Mit bewusster Achtsamkeit wahrgenommen, können diese Empfindungen dafür genutzt werden, die Ursachen für negative Gefühle zu hinterfragen und Problemen auf den Grund zu gehen.

Achtsamkeit kann dabei helfen, sich in Situationen, die man normalerweise als stressig, belastend oder bedrohlich empfindet, abzugrenzen, gelassen zu bleiben und belastende Verhaltensroutinen aufzubrechen. Achtsamkeitsübungen sind eine wirksame Methode zur Stressreduktion und zur Abgrenzung von negativen Gefühlen. Sie helfen uns, unsere Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu lenken und uns von allen negativen Gedanken und Gefühlen zu lösen. Durch das Bewusstsein für unsere Atmung und unseren Körper können wir uns beruhigen und entspannen. So können wir uns besser auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Tägliche Reinigung als Achtsamkeitsritual – eine Übung 

Das klingt doch alles gar nicht so schwer, oder? Und tatsächlich ist es gar nicht so schwer, auch im Alltag achtsam zu sein – auch wenn Sie vielleicht denken, dass das Badezimmer der unachtsamste Ort der Welt ist. Denn gerade im Badezimmer können wir uns ganz bewusst Zeit nehmen für uns selbst und unsere Bedürfnisse und so unseren Akku aufladen.

Nehmen Sie sich Zeit, um folgende Übungen auszuführen. Seien Sie innerhalb der Übungen nicht wertend gegenüber Ihren Gedanken. Geben Sie sich Ihren Gefühlen voll und ganz hin, ohne diese als gut oder schlecht zu bewerten.

Fokussieren Sie sich nicht auf die äußeren Umstände, sondern richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen. Achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen, und lassen Sie sich von Ihren Empfindungen leiten.

Was fühlen Sie? Was nehmen Sie wahr? Wie geht es Ihnen?

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viele Dinge wir jeden Tag völlig automatisch tun? Zähne putzen zum Beispiel: Wie oft haben Sie sich schon die Zähne geputzt und sind dabei einfach weiter in der Wohnung rumgelaufen und haben vielleicht sogar aufgeräumt?

Denken Sie am Morgen unter der Dusche über Ihre Pläne für den Tag nach, wie Ihre Termine wohl verlaufen werden oder was Sie unbedingt noch besorgen müssen? Denken Sie am Abend über die Ereignisse des Tages nach oder grübeln Sie schon darüber, was am nächsten Tag passiert?
Mit diesen Übungen können Sie versuchen, allen alltäglichen Tätigkeiten, die Sie vielleicht ganz automatisch tun, mehr Achtsamkeit zu schenken. Achtsames Händewaschen, begegnen Sie sich achtsam in der Dusche oder Badewanne, lassen Sie ihre Gefühle frei und tun Sie sich etwas Gutes.

Achtsamkeit im Badezimmer
Die Grafik zeigt Ihnen, welche Momente Sie mit Achtsamkeit im Badezimmer genießen könnten.

Übung 1 – Achtsam duschen

Nehmen Sie sich doch mal die Zeit und beantworten diese Fragen ganz genau. Sie werden sehen: Sie fühlen sich hinterher besser! 

  • Wie fühlt sich das Wasser auf Ihrer Haut an, ist es heiß oder kalt?
  • Nutzen Sie ein bestimmtes Shampoo? Wie stark schäumt es auf, wenn Sie die Haare waschen?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie in der Dusche oder in der Badewanne sind?
  • Welches Gefühl haben Sie nach der Dusche oder nach einem langen Bad?

Das Wasser auf der Haut

Man könnte meinen, dass es im Badezimmer gar nicht so einfach ist, achtsam zu sein. Schließlich ist man hier in aller Regel alleine und die meiste Zeit des Tages ist man in Eile und hetzt von einer Sache zur anderen. Doch genau das ist es, was Achtsamkeit ausmacht: bewusst wahrzunehmen, was man gerade tut und sich auf den Moment zu konzentrieren.

Wenn Sie also das nächste Mal unter die Dusche oder ins Bad steigen, nehmen Sie sich ein paar Sekunden Zeit, um bewusst das Wasser auf Ihrer Haut zu spüren. Spüren Sie, wie es langsam über Ihren Körper fließt und sich anfühlt. Genießen Sie für einen Moment dieses Gefühl der Entspannung und Achtsamkeit.

Das Aroma des Duschgel/Shampoo

Die meisten Menschen nehmen das Duschgel oder Shampoo, welches sie benutzen, gar nicht bewusst wahr. Dabei hat das Aroma des Duschgels oder Shampoos einen großen Einfluss auf die Stimmung und das Wohlbefinden. Achtsamkeit im Alltag bedeutet auch, bewusst darauf zu achten, welches Aroma Sie sich auf Ihre Haut auftragen.

Ein erfrischendes und belebendes Aroma kann Ihnen helfen, den Tag positiv zu beginnen. Ein entspannendes und beruhigendes Aroma hingegen kann Ihnen dabei helfen, den Tag stressfrei ausklingen zu lassen. Achten Sie daher bei der Auswahl Ihres Duschgels oder Shampoos darauf, welche Wirkung Sie damit erzielen möchten.

Die Stimulation aller Sinne im Bad

Das Bad ist ein Ort, an dem wir uns jeden Tag aufs Neue stimulieren können. Ob wir uns nun duschen, baden oder die Zähne putzen – unsere Sinne werden immer wieder aktiviert. Diese Stimulation kann uns dabei helfen, uns besser auf den Tag vorzubereiten und uns zu entspannen. Wenn wir bewusst auf unsere Sinne achten, können wir unseren Körper und Geist besser in Einklang bringen und so einen achtsamen Umgang mit uns selbst erlernen.

Wasser ist ein Element, das unsere Sinne besonders stark stimuliert. Schon beim Eintauchen ins Wasser wird unser Tastsinn angeregt. Das warme Wasser umspült unseren Körper und lässt uns die Umgebung um uns herum für einen Moment vergessen. Auch unser Geruchssinn wird beim Baden oder Duschen angeregt – durch die angenehmen Düfte des Schaumbades oder des Duschgels. Und nicht zuletzt hören wir das beruhigende Geräusch des Wassers, das über unseren Körper fließt oder in der Badewanne plätschert. Durch die Stimulation all dieser Sinne im Bad können wir uns entspannter und aufgeladener fühlen und den Tag mit mehr Achtsamkeit beginnen oder beenden.

Übung 2 – Achtsam auf der Toilette  

Bitte nehmen Sie sich auch bei dieser Übung Zeit, um die nachfolgenden Fragen ganz genau zu beantworten. 

  • Bestehen Unterschiede in der Art und Weise, wie Sie sich auf der Toilette verhalten, wenn Sie zu Hause oder unterwegs sind?
  • Fühlen Sie sich wohl in Ihrem Badezimmer, wenn Sie auf Toiletten sind?
  • Wie fühlen sich Ihre Füße auf dem Boden an? Sind Ihre Füße kalt oder warm?

Achtsamkeit beim Toilettengang

Der Toilettengang ist für die meisten Menschen eine reine Funktion. Die Toilette wird aufgesucht, wenn der Körper das Bedürfnis signalisiert und man erledigt schnell, was zu erledigen ist. Dabei wird häufig vergessen, dass die Toilette auch ein Ort sein kann, an dem man sich entspannen und erholen kann. Wenn man sich die Zeit nimmt und bewusst auf die Bedürfnisse des Körpers eingeht, kann der Toilettengang zu einem entspannenden und befreienden Ritual werden.

Was bedeutet Achtsamkeit auf der Toilette?

Achtsamkeit auf der Toilette bedeutet bewusstes Wahrnehmen des Körpers und seiner Bedürfnisse. Es geht darum, in den Moment zu sein und die Geräusche, Gerüche und Empfindungen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu verurteilen. Wenn du dich beim Toilettengang entspannst und bewusst auf deinen Körper achtest, kannst du vielleicht sogar herausfinden, was er dir sagen möchte.

So gelingt Achtsamkeit im Alltag auf der Toilette

  1. Setzen Sie sich bequem hin: Stellen Sie sicher, dass Sie genug Platz haben und sich nicht beengt fühlen. Atmen Sie einige Male tief durch und lassen Sie Ihre Muskeln locker.
  2. Achten Sie auf Ihren Körper: Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und gehen Sie dem natürlichen Drang nach, wenn es Zeit ist. Verurteilen Sie nichts, was passiert – sei es Geruch, Geräusch oder Aussehen – sondern nehmen Sie es einfach wahr. Seien Sie neugierig und achtsam auf das, was passiert.
  3. Nehmen Sie sich Zeit: Eile ist der Feind der Achtsamkeit. Sie müssen nirgendwo hin – also entspannen Sie sich und nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Genießen Sie das Gefühl der Erleichterung, wenn alles vorbei ist!

Das Badezimmer: ein Ort voller Achtsamkeit

Tägliche Reinigung als Achtsamkeitsritual: Der Tag beginnt und endet meist im Badezimmer. Statt morgens gestresst durchs Bad zu hetzen, lassen sich nach dem Aufstehen wertvolle Momente der Achtsamkeit schaffen. Genauso vor dem Schlafengehen. 

Wem es schwerfällt, meditative Pausen in den Alltag einzubauen, der könnte einfach die Zeit im Badezimmer dazu nutzen. Jan Eßwein, Coach und Bestseller-Autor im Themenbereich Achtsamkeit, betrachtet das Bad als perfekten Ort für bewusstes Erleben.

Beispielsweise beim achtsamen Duschen kann man sich voll und ganz auf den Duschvorgang konzentrieren. Wer sich beim Duschen fünf Minuten bewusst wahrnimmt und sich auf seine Sinne konzentriert – auf die Berührung des Wassers, die Geräusche der Tropfen, den Geruch des Shampoos –, der erlebt einen achtsamen Moment und entspannt sich voll und ganz. Diese Konzentration auf die Gegenwart lässt uns abschalten von unseren Sorgen und Problemen und ermöglicht es uns, uns vollkommen zu entspannen. Also probieren Sie es aus: Beim nächsten Mal unter der Dusche einfach mal fünf Minuten lang in Ruhe nur die Sinne spielen lassen!

Eine weitere Möglichkeit, Wasser bewusst zu erleben, ist das Dusch-WC. Es ist nicht nur hygienisch, sondern kann für Sie auch entspannend sein. Wenn Sie mental dabei sind, kann ein Gang auf das Dusch-WC zu einem richtigen Moment der Entspannung werden. Dusch-WCs reinigen den Intimbereich sanft mit körperwarmem Wasser und trocknen ihn anschließend, wenn gewünscht, ebenso sanft mit einem warmen Föhn.

Genießen Sie Ihre Entspannungsmomente und lassen Sie alles andere für diesen Moment warten. Konzentrieren Sie sich nur auf sich und lassen Sie sich von nichts ablenken.

WunderWorks - WunderWorks Badsanierung
Die Grafik erinnert Sie daran, dass Sie mehr auf sich achten sollen.

Fazit: Badezimmer als Wohlfühloase

Eine entsprechende Raumatmosphäre kann dafür sorgen, dass man sich gerne im Bad aufhält und die Achtsamkeitsmomente auch wirklich lebt. Gestalten Sie Ihr Bad mit kleinen Handgriffen zu einem Ort des Wohlfühlens. Ob mit einem diffusen Lichtschein, beruhigenden Düften oder dekorativen Elementen – jeder kann sein Bad ganz individuell gestalten und so den Alltagstress hinter sich lassen.

Es ist nicht immer leicht, sich Zeit für ein langes, entspannendes Bad zu nehmen. Aber wenn wir es schaffen, uns mental auf das Bad vorzubereiten und uns darauf einzustellen, dass es ein Ort der Entspannung ist, können wir unsere Wohlfühlzeit deutlich erhöhen. Dazu können Produkte beitragen, die uns zum Verweilen und Entspannen einladen – wie etwa eine Regenwald-Dusche oder ein Dusch-WC. Aber am wichtigsten ist die innere Einstellung: Sobald wir uns darauf eingestellt haben, dass das Bad unser Wohlfühlort ist, können wir uns voll und ganz entspannen. In unserem Ratgeberbeitrag „Wellness für zu Hause – weil Sie es sich verdient haben„, erfahren Sie, wie Sie Ihr Badezimmer umgestalten können, um Ihre eigene Wellnessoase zu Hause zu erhalten.

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